Banda Internationale: Ein Volksmusik-Projekt von „Banda Comunale“ und der Cellex Stiftung mit Dresdner Musikern und Asylsuchenden

Foto: Hechtfilm

„Banda Comunale“ bedeutet frei übersetzt in etwa Dorfkapelle - und mit einem Augenzwinkern verstehen sich die elf Musiker auch genau so: Sie sind ein Stück Dresden, mischen sich ein, mischen mit, gestalten - fühlen sich verantwortlich. Mit ihrer eingängigen Blasmusik hört man sie deshalb auf Hochzeiten, Geburtstagen oder Partys, genauso wie auf Demonstrationen, Stadtfesten und Solidaritäts-Konzerten.
Zwei Themen haben die Stadt und damit auch die Banda in den letzten zwölf Monaten besonders bewegt: Die fremdenfeindlichen Pegida-Spaziergänge und das Schicksal der vielen geflüchteten Menschen, die auch in Dresden Schutz suchen. Nach zahlreichen Gegendemos und Protestaktionen hat sich das Blechblaskollektiv im Sommer 2015 entschlossen, seine Kräfte wieder für etwas Positives und vor allem auch Zukunftsversprechendes einzusetzen:


Das neue Projekt heißt „Banda Internationale“
Von jetzt an spielen sie nicht mehr nur für, sondern mit den refugees. Ein paar neue
Bandkollegen sind bereits jede Woche dabei. Sie kommen aus Syrien, dem Irak oder
Palästina, spielen Oud, Riq und Cello oder singen afghanische Popsongs. Sie sprechen
Türkisch, Kurdisch oder Arabisch, einige Englisch. Sie wohnen in einer Turnhalle, einem
Übergangswohnheim oder einer privaten WG. Sie bringen der Banda Lieder aus ihrer
Heimat bei, lernen wiederum das Repertoire der Band zu spielen und sind nach nur
wenigen Proben bereits bei Konzerten mit auf der Bühne und beim Bier danach dabei.


Konzerte, Film und Album

Für ein halbes Jahr ist das gemeinsame Experiment des Musizierens, Probens und
Auftretens angesetzt. Ein Unterfangen, das viele Geschichten erzählt, aber stets ein
verbindendes Thema hat: Heimat. Am Ende dieser Zeit wollen sie zusammen ins Studio gehen und ein Album aufnehmen: die Banda Internationale. Dazwischen gilt es, Auftritte zu organisieren und Konzerte zu spielen ... auf dem Stadtfest in Freital, im Club in der Dresdner Neustadt oder im
Flüchtlingscafé am Staatsschauspiel. – Eben da, wo Dresden sie braucht und genau dort, wo sie sich auch zu Hause fühlen. Begleitet wird die Banda Internationale innerhalb der nächsten sechs Monate von einem Kamerateam der Hechtfilm UG, das alle Erfahrungen und Erlebnisse festhält und aus diesem Material einen Dokumentarfilm machen wird.

Kontakt

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ebert.richard@gmail.com

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© Richard Ebert - Saxophonist