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Richard Ebert Quartett

Foto: David Campesino

„Nyx“ die Göttin der Nacht, die aus dem Chaos entsteht, ist Namensgeberin für das
Debütalbum des jungen Saxophonisten Richard Ebert. Dessen Kompositionen
handeln von Schlaf als Inbegriff des tagtäglichen Realitäts- und Kontrollverlusts und
den damit einhergehenden Traumbildern, Phantasien bis hin zu Wahnvorstellungen.
Der Sound, den die Band kreiert, bewegt sich stilistisch von Bebop und Postbop bis
hin zu Modern Jazz oder gar Rock- und Popmusik ohne klischeehaft zu wirken – er
klingt neu und zeitgemäß.


Voller Witz, Spontanität, Poesie und stets am Puls der Zeit verbinden die vier
Musiker verspielte Rhythmen mit treibenden Melodien und in sich gekehrten
Ostinatofiguren. Rasante Tempowechsel gehen dabei Hand in Hand mit hämmernden
Grooves und martialisch anmutenden Riffs.


Was ist das Besondere am Sound der Band?


Auskomponierte und durcharrangierte Elemente wechseln fließend in interaktive,
energiegeladene Improvisationen, um sowohl den Gesamtklang der Band, als auch
die Solisten ins Bewusstsein des Hörenden zu rücken, ohne dabei in virtuoser
Selbstgefälligkeit zu versinken oder an emotionalem Facettenreichtum und
Abwechslung zu verlieren. Der Zuhörer taucht tief in groteske, gespenstisch
entrückte – dann wiederum in phantastische, ja schmeichelnde Traumlandschaften ein
oder wird durch kurzweilige, collagenartige Arrangements und musikalische Song-
Miniaturen immer neuen, einzigartigen Hörerlebnissen ausgesetzt. Mit einem
Saxophonsound, der zugleich Wärme und Klarheit ausstrahlt, entwirft Richard Ebert
melodische und rhythmische Strukturen, die sich am Klang seiner Vorbilder
orientieren und doch zeitgenössisch wirken. Im Laufe der Stücke wird immer wieder
mit den Möglichkeiten der instrumentalen Besetzung gespielt. Solopassagen werden
gefolgt von Duos, Trios oder der gesamten Band.
Das dynamische Spektrum der klassischen Quartettbesetzung reicht dabei von
kammermusikalischer Intimität bis hin zur Expressivität einer Rockband. Die Musik
regt an. Der Einbildungskraft des Träumenden werden neue Pfade erschlossen, sie
durchbricht Schranken in jede Richtung – von romantischer Phantasie bis zur Extase
oder gar zum Albtraum.


Richard Ebert – Alt-Saxophon
Mathis Nicolaus – Klavier
Christoph Hutter – Kontrabass
Patrick Neumann – Schlagzeug

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© Richard Ebert - Saxophonist